Amazon-Update: Neues Produkt-Targeting for Gesponserte Produkte - Sellics

Amazon-Update: Neues Produkt-Targeting for Gesponserte Produkte

Amazon-Update: Neues Produkt-Targeting for Gesponserte Produkte
By Robin Hanna in Amazon PPC Amazon Updates Posted

Amazon hat in einem umfangreichen Beta-Update neue Targeting-Optionen für Gesponserte Produkte eingeführt. Was ist Neu? Was bedeutet die Veränderung für Verkäufer? Antworten auf diese Fragen (und mehr) gibt’s in diesem Artikel.

Update: Amazon hat das neue Feature für die Öffentlichkeit freigegeben — Jeder sollte es jetzt ausprobieren können. Achtet auf unseren kommenden Testartikel, indem wir alle Bereiche dieses neuen Targeting-Tools unter die Lupe nehmen. Abonniert unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbetreibende können jetzt mit Gesponserte Produkte gezielt Anzeigen für selbst ausgewählte Kategorien und Produkte ausspielen — und damit auch gezielt auf den Seiten von Wettbewerbern erscheinen.

Noch bis vor kurzem entschied Amazon, welches Gesponserte Produkt die begehrte Werbeplatzierung auf einer Produktseite einnimmt. Jetzt können Werbetreibende selbst ihre Anzeigen mit ASINs, Marken und Kategorien eingrenzen.

Ein Kunde, der nach “Joggingschuhen für Frauen” sucht, sieht damit beispielsweise Anzeigen, die auf die Kategorie “Bekleidung & Schuhe: Damen” ausgerichtet sind.

Das Update enthält außerdem neue Möglichkeiten zur Differenzierung und Verfeinerung automatischer Kampagnen.

Die neuen Targeting-Funktionen für Gesponserte Produkte — Was ist neu?

    1. Ähnlich wie mit Product Display Ads könnt Ihr jetzt Kunden auf Produktebene anvisieren — von der allgemeinen Hauptkategorie bis hin zur spezifischen ASIN. Mit einer zusätzlichen Eingrenzung von Preisklasse, Markennamen oder Bewertung verfeinert Ihr Euer Ziel noch weiter.
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    1. Negativliste: Die neue Option, Produkte und Marken von einer manuellen Targeting-Kampagne auszuschließen, ist eine kongruente Ergänzung zu diesem Feature-Update.
    2. Erweitertes Reporting: Der Werbebericht vom Typ “Keyword” heißt nun “Targeting”. Wie bisher bekommt Ihr hier Einblicke in die Performance Eurer Keywords. Der Bericht enthält nun zusätzliche Daten über die anvisierten Kategorien und Produkte. Solch eine umfassende Faktorenanalyse hilft Euch dabei, das erfolgreichste Targeting-Segment zu identifizieren. Sobald Ihr wisst, was funktioniert, könnt Ihr das Werbebudget in diese Richtung umlegen (und so Euren ACoS senken).
    3. Automatische Kampagnen profitieren ebenfalls von diesem Update. Das neue Auto-Targeting ermöglicht Euch die Optimierung Eurer automatischen Anzeigen. So könnt Ihr Eure Anzeigen beispielsweise nur für Suchbegriffe oder nur für Detailseiten anzeigen lassen. Hier ist ein Überblick über die neuen Kombinationen.Schaltet die neuen Regeln ein oder aus, um Käufern Eure Anzeige unter den folgenden Bedingungen anzuzeigen:a) Suchbegriffe, die in enger Verbindung zu Eurem Produkten stehen,
      b) Produktseiten, die Euer Produkt ergänzen (z.B. eine Hülle für Euer Handy),
      c) Suchbegriffe, die entfernt mit Euren Produkten verbunden sind, und
      d) Produktseiten, die Eurem Produkt ähnlich sind (z.B. das Handy eines Mitbewerbers).
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Welche Targeting-Methode ist die beste für Euch? Experimentiert am besten schon mal mit diesen neuen Optionen — sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit Eure zukünftigen Strategien prägen.

Wie beeinflusst dieses Update meine Marketingstrategie?

Das vertraute Targeting auf der Basis von Keywords funktioniert weiterhin wie gewohnt. Die neuen Funktionen ermöglichen jetzt aber zusätzliche strategische Entscheidungen, die es in sich haben.

Keywordloses Targeting: Marken, Kategorien und Produkte gezielt und umfassend ansteuern, ohne eine lange Keyword-Liste zu recherchieren.

Product Discovery: Steigert den Bekanntheitsgrad Eurer Marke und leitet Käufer ähnlicher Produkte auf Euer Listing, indem Ihr mit euren Anzeigen verwandte Kategorien ansteuert.

Targeted Euch selbst: Ihr wollt sicherstellen, dass Eure Kunden bei Euch bleiben? Bietet heftig auf Euer eigenes Produkt. Verfeinert Eure Kampagnen um genau für Euer Produkt und Eure Kategorie zu erscheinen — so schiebt Ihr die Konkurrenz von der Seite.

Mehr Wert im Warenkorb: Nutzt die Selbst-Targeting-Strategie, um Eure komplementären Produkte zu bewerben. Mit dem richtigen Anreiz legt ein Käufer, der Euer Handy kauft, auch noch Eure Schutzhülle in den Warenkorb.

Rückt der Konkurrenz auf die Pelle: Umgekehrt platziert Ihr Anzeigen bei konkurrierenden Marken und Produkten, um Käufern eine verlockende Alternative zu bieten: Euer Produkt. Diese Strategie hat voraussichtlich die größte Auswirkung auf die Amazon-Werbelandschaft, denn Eure Wettbewerber zielen vielleicht auch auf Eure Produkte. Gut möglich also, dass sich hier ein neuer Preiskampf entwickelt. Für einen maximalen Effekt stimmt Ihr Euer Targeting auf ASIN-Level oder z.B. eine ähnliche Preisklasse und 4-5-Sterne-Reviews ab.

Automatische Kampagnen optimieren: Verfeinert Euer automatisches Targeting, indem Ihr die beste Kombination aus Suchbegriff und Produktseiten-Targeting identifiziert.

Fazit:

Die neue Targeting-Funktion für Gesponserte Produkte ist möglicherweise eine profitable Ergänzung für Eure Werbestrategie. Das Update ist noch in der Beta-Phase, seid also vorsichtig beim Testen. Wir empfehlen, die neuen Mechanismen und ihre Leistungsfähigkeit erstmal zu prüfen, bevor Ihr große Budgets einsetzt.

Dieses Release rundet auch einen spürbaren Trend ab: Amazon hat nun alle Werbemöglichkeiten für Seller und Vendoren vereinheitlicht. Erst wurden Sponsored Brands (früher: Headline Search Ads) für Seller verfügbar, jetzt ist mit Product Targeting eine mit Product Display Ads vergleichbare Funktion angekommen. Vendoren sollten sich auf einen einen erhöhten Wettbewerb vorbereiten: Gesponserte Produkte und PDA werden auf der gleichen Seite angezeigt.

Fragen, die wir uns stellten: Wie gut werden diese Targeting-Kampagnen funktionieren? Was wird sich vor dem Public-Release noch alles ändern? Steigt der CPC wegen des verschärften Wettbewerbs ins Unermessliche? Müssen Vendoren in Zukunft mehr PDAs verwenden, um mit der steigenden Zahl von Sellern in ihrem Gebiet mitzuhalten?

Wir befeuern unser Testlabor und halten Euch mit zufriedenstellenden Antworten und saftigen Updates über Product Targeting für Gesponserte Produkte auf dem Laufenden.

Was haltet Ihr davon? Wie werdet Ihr die neuen Funktionen nutzen? Habt Ihr es schon ausprobiert, und was waren Eure Erkenntnisse?

Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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