Amazon-Marketingstrategie 2018 – Der ultimative Überblick

Amazon-Marketingstrategie 2018 – Der ultimative Überblick
By Franz Jordan in Amazon SEO & Ranking Marketing Amazon PPC Posted

Update 26.06.2018: Die Marketing-Landschaft von Amazon ist im stetigen Wandel. Wir haben unsere Übersicht zur Amazon-Marketingstrategie aktualisiert. Erstveröffentlichung: 30. März 2016.

Amazon baut seinen Vorsprung im deutschen E-Commerce ständig aus. Immer mehr Hersteller und Verkäufer möchten von diesem gewaltigen Umsatzpotenzial profitieren und bieten ihre Produkte über Amazon an. Der steigende Wettbewerb zwingt Amazon-Verkäufer dazu, sich intensiver mit den Kanal “Amazon” und seinen Marketing-Möglichkeiten zu beschäftigen.

Wir helfen Sellern und Vendoren bei der Entwicklung einer Amazon-Marketingstrategie. In dieser umfassenden Übersicht beschreiben wir die vielen verschiedenen Werbemöglichkeiten, um “Amazon-Online-Marketing” zu betreiben und schildern die Unterschiede im Marketing-Angebot zwischen Sellern und Vendoren.

Generell lassen sich die Maßnahmen zum Amazon-Marketing in 3 verschiedene Kategorien unterscheiden:

  1. Amazon-SEO: Optimierung von Keywords und der Performance eines Produkts bzw. einer Produktseite, um das organische Ranking in der Amazon-Suche zu verbessern. Die meisten Amazon-SEO-Maßnahmen sind nicht mit Gebühren o.ä. verbunden (Non-Paid). Amazon-SEO findet auf der Amazon-Plattform statt (On-Amazon).
  2. Amazon Advertising: Verschiedene Werbeformate und -aktionen von Amazon, um Marken oder einzelne Produkte zu bewerben. Die meisten Amazon Advertising-Maßnahmen sind mit Gebühren verbunden (Paid). Je nach Format wird direkt auf Amazon oder auf anderen Webseiten bzw. Plattformen geworben (On- und Off-Amazon).
  3. Externe Marketing-Maßnahmen: Paid und Non-Paid Marketing-Formate, die nicht direkt von Amazon angeboten werden und über externe Kanäle (Off-Amazon) durchgeführt werden.

1. Amazon-SEO — In den Suchergebnissen weiter oben erscheinen

Search Engine Optimization (SEO), also Suchmaschinenoptimierung, ist eine der bekanntesten Maßnahmen des Online-Marketing. Ziel von SEO ist es, bei bestimmten Suchanfragen so weit oben wie möglich im Suchergebnis zu erscheinen. Mittlerweile werden mehr Produktsuchen direkt auf Amazon begonnen als auf Google. Amazon ist also die Produktsuchmaschine Nr. 1 im Internet. Umso wichtiger ist ein gutes Ranking der eigenen Produkte bei Amazon. Deshalb ist Amazon-SEO eines der wichtigsten Elemente in einer Amazon Marketing-Strategie. Hier sind die entscheidenden Faktoren für ein erfolgreiches Ranking bei Amazon:

1.1 Keywords: Ausführliche Recherche und richtige Platzierung

Recherche und Auswahl der besten Keywords für ein Produkt sind der Kern von Amazon-SEO. Sind alle relevanten Keywords recherchiert und beim Produkt hinterlegt, wird das Produkt bei mehr Suchanfragen in den Suchergebnissen angezeigt. Das Produkt wird deutlich sichtbarer.

Ebenso wichtig für das Ranking: Die Platzierung der Keywords beim Produkt. Wir haben durch ausführliche Tests herausgefunden, dass die Keywords im Titel für das Ranking am wichtigsten sind, gefolgt von den “Allgemeinen Schlüsselwörtern” (auch “Suchbegriffe” oder “Generic Keywords”). Diese trägt man im Backend ein, sie erscheinen nicht auf der Produktseite. Darauf folgen die Produktattribute (“Bullet Points”) und die Beschreibung. Eine Wiederholung von Keywords bringt keinen Vorteil und ist somit nicht notwendig, sondern verschwendet lediglich wertvollen Platz (mehr Informationen zur Keyword Optimierung).

Vorsicht bei den “Allgemeinen Schlüsselwörtern”: Nicht mehr als 249 Byte an Keywords verwenden, sonst ignoriert Amazon die Keywords (mehr Informationen zum Byte Limit).

1.2 Produkttexte (Titel, Bullet Points, Produktbeschreibung, EBC / A+ Content)

Die folgenden Grundsätze sollten Händler bei der Gestaltung von Beschreibungen und Produkttexten (Titel, Bullet Points, Produktbeschreibung, EBC / A+ Content) beachten:

  • Informationen: Alle nötigen Informationen für die Kaufentscheidung in der Beschreibung liefern.
  • Kommunikation (Vorteile/Nutzen): Vorteile und USPs des Artikels in der Beschreibung klar herausarbeiten. Wie helfen die Produktmerkmale den potentiellen Käufern? Was für einen Nutzen bieten sie ihnen?
  • Präsentation: Informationen so präsentieren und strukturieren, dass sie von den Kunden leicht und schnell aufgenommen werden können.

Seller mit Markenregistrierung (Enhanced Brand Content – EBC) und Vendoren (A+ Content) haben erweiterte Content-Möglichkeiten. So können sie Texte und Bilder mittels eines Baukastensystems zu einer hochwertigen Produktbeschreibung kombinieren. Das Resultat: deutlich bessere Möglichkeiten zur Präsentation von Produkt und Marke sowie zum Cross-Selling.

Ebenfalls wichtig bei der Optimierung der Produktinhalte: Die Darstellung auf mobilen Geräten. Inhalte (wie Bullet Points und Produktbeschreibung) sind hier deutlich verkürzt, so dass die wichtigsten Informationen immer zuerst aufgeführt werden sollten (mehr Informationen zum Amazon Mobile SEO).

1.3 Produktbilder: Möglichst viele Bilder in hoher Auflösung

Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Deshalb spielen attraktive, auf Conversion optimierte Produktbilder eine wichtige Rolle beim Online-Marketing mit Amazon. Die Bilder eines Produktes sind das erste, was ein Kunde vom Produkt sieht. Mit professionellen, durchdachten Produktbildern machen Sie einen guten Eindruck und steigern dadurch die Klickrate und Conversion Rate (mehr Tipps zur Optimierung von Produktbildern).

1.4 Produktbewertungen: Für gute Rezensionen sorgen

Die Amazon-Rezensionen können Aufschwung, als auch Niedergang für ein Produkt sein. Dementsprechend ist es wichtig, besonders auf negative Rezensionen zu reagieren. Im besten Fall lässt sich durch sorgfältiges Rezensionsmanagement eine negative Bewertung in eine positive Bewertung umwandeln.

Zur Generierung von Rezensionen können sogenannte Produkttest- bzw. Deal-Plattformen genutzt werden. Bei der Nutzung dieser Plattformen sollte man jedoch unbedingt darauf achten, dass diese konform zu den Rezensionsrichtlinien von Amazon arbeiten. Alternativ bietet Amazon selbst gebührenpflichtige Programme zur Generierung von Rezensionen an: das Vine-Programm (Vendoren) und das Early Reviewer Programm (Seller).

1.5 Fragen & Antworten: Fehlende Informationen ergänzen

Neben den Rezensionen sind die Fragen wichtig, die Kunden auf der Produktseite stellen können. Käufer erkundigen sich hierbei häufig nach Informationen, die sie nicht auf der Produktseite finden oder die spezifische Details der Anwendung betreffen. Die Fragen können sowohl von Sellern oder Vendoren als auch von anderen Kunden beantwortet werden. Seller und Vendoren sollten offene Fragen regelmäßig beantworten, um sicherzustellen, dass Kunden korrekte Antworten erhalten. Den Informationsgehalt der Produktseite verbessern sie dadurch gleich mit.

Die Fragen weisen oft auch auf größere Informationslücken hin, die nun sofort in der Beschreibung ergänzt werden können.

1.6 Produktinformationen: Wichtig für die Filternavigation

Zu jedem Produkt können zusätzliche Informationen hinterlegt werden, z.B. zu Material, Gewicht oder Energieeffizienzklasse. Diese Informationen sollten möglichst vollständig ausgefüllt werden: Die Filternavigation in der Seitenleiste der Amazon-Suche nutzen sie, spezielle Produktfinder ebenso. Die Informationen werden außerdem auf der Produktseite in einem getrennten Abschnitt übersichtlich für Kunden dargestellt und können so die Conversion Rate verbessern.

1.7 Preis: Wettbewerbsfähiger Preis verbessert das Ranking

Auch gut für ein organisches Ranking: Ein attraktiver Preis. Wann ein Preis “attraktiv” ist hängt vom Wettbewerbsumfeld bei einem Keyword ab. Ein Verkäufer sollte prüfen, wie die Preise der Produkte über und unter dem eigenen Produkt sind und sich nach Möglichkeit wettbewerbsfähig positionieren. Die “perfekte” Preissetzung für ein Produkt lässt sich letztendlich aber am besten durch simples Ausprobieren bestimmen. Mit Sellics werden die Auswirkungen einer Preisänderung auf das Ranking schnell sichtbar.

1.8 Versandart: FBA führt zu besserem Ranking

Immer mehr Käufer sind Mitglieder bei Amazon Prime. FBA-Produkte werden dadurch bevorzugt gekauft. Wer den Versandservice FBA (Versand durch Amazon) nutzt, kann deshalb einen höheren Absatz und eine bessere Conversion Rate erzielen. Das wirkt sich wiederum positiv auf das Ranking aus.

2. Amazon Advertising

2.1 Paid Advertising

Amazon Marketing Services

Über Amazon Marketing Services (AMS) können auf der Amazon-Webseite (im Suchergebnis und auf Produktseiten) verschiedene Anzeigentypen geschaltet werden (On-Amazon-Marketing). Sie verlinken innerhalb von Amazon auf Produktseiten oder andere Landing Pages.

Neu ist außerdem die Off-Amazon Retargeting Beta für Gesponserte Produkte. Abgerechnet wird bei AMS klick-basiert (PPC — Pay-per-Click bzw. CPC — Cost-per-Click).

Amazon Marketing Services spricht Zielgruppen sehr präzise an. Es ist dadurch sehr effektiv und sollte Teil jeder Amazon-Marketingstrategie sein.

AMS bietet 3 verschiedene Werbeformate: Gesponserte Produkte, Headline Search Ads und Product Display Ads. Vendoren können jede dieser Werbeformate nutzen, wenn sie über ein AMS-Konto verfügen und darin eingeloggt sind. Für Seller stehen bislang zwar nur Gesponserte Produkte und Headline Search Ads zur Verfügung — dafür können diese direkt über das Seller Central Konto genutzt werden.

  • Gesponserte Produkte (Vendor + Seller): Vergleichbar zu Google Adwords bietet Amazon mit den “Gesponserten Produkten” den Verkäufern die Möglichkeit, sich Werbeplätze in den Suchergebnissen zu ersteigern. Die Anzeigen können am Anfang, in der Mitte, am Ende oder auch neben dem Suchergebnis erscheinen. Platz 1 auf Amazon wird somit für jeden Verkäufer erreichbar bzw. „erkaufbar“. Die Anzeigen erscheinen darüber hinaus auf Produktseiten. Die Anzeigen können gezielt bei bestimmten Keywords ausgespielt werden (Keyword Targeting). Neu ist außerdem die Möglichkeit zum Off-Amazon Retargeting (Beta, bisher nur auf Amazon.com). Die besten Tipps und Strategien zu Gesponserte Produkte finden Sie hier.
  • Headline Search Ads (Vendoren + Seller mit Markenregistrierung): Headline Search Ads sind Banner, die an verschiedenen Stellen auf der Amazon-Suchergebnisseite ausgespielt werden können. Die Banner verlinken etwa auf eine Amazon Landing Page mit ausgewählten Produkten. Sie können ebenfalls gezielt bei bestimmten Keywords ausgespielt werden (Keyword Targeting).
  • Product Display Ads (nur für Vendoren): Product Display Ads erscheinen auf Produktseiten unterhalb der Buybox. Sie können gezielt bei spezifischen Produkten oder über ein interessenbasiertes Targeting ausgespielt werden.

Amazon Advertising Platform

Die Amazon Advertising Platform (AAP) ist ein Display Advertising Netzwerk von Amazon. Mit AAP werden Banner und weitere Werbeformate auf Amazon, aber auch auf externen Seiten geschaltet (On + Off Amazon Kampagnen). Sowohl Produkte auf Amazon als auch externe Angebote/Webseiten können beworben bzw. verlinkt werden (Link In + Link Out).

Abgerechnet wird bei AAP impression-basiert (CPM). AAP ist zwar grundsätzlich für alle Werbetreibenden zugänglich (Vendoren, Seller oder Dritte), setzt aber ein relativ hohes Mindestbudget voraus.

Amazon Media Group

Die Amazon Media Group (AMG) ist die Werbeabteilung von Amazon. Hier werden die verschiedensten Leistungen im Bereich Werbung zusammengefasst. Als Managed Service bietet die AMG außerdem die komplette Planung und Durchführung von Werbeaktivitäten über verschiedene Kanäle hinweg an. Dazu gehören die Werbeformate von AMS und AAP im Rahmen eines AMG Pakets. Weitere Werbemöglichkeiten sind z.B.

  • Mehr Optionen für Display Advertising auf der Amazon-Homepage
  • Newsletter-Kampagnen
  • Werbung auf Amazon Devices (z.B. Kindle Fire oder Fire TV)
  • Paketbeileger
  • Custom Solutions

AMG ist wie AAP zwar grundsätzlich für alle Werbetreibenden zugänglich (Vendoren, Seller oder Dritte), setzt aber ein relativ hohes Mindestbudget voraus.

2.2 Rabattaktionen im Online-Marketing mit Amazon

Sowohl für Vendoren als auch für Seller stehen verschiedene Rabattaktionen zur Verfügung, die zum Online-Marketing mit Amazon eingesetzt werden können. Einige der Aktionen sind gratis, andere gebührenpflichtig.

Nicht Gebührenpflichtig

Aktionspreise

Ein zeitlich begrenzter, reduzierter Angebotspreis ist eine der überschaubarsten Aktionen. Auf der Produktseite wird dabei für den Kunden der reguläre Preis als Streichpreis, der Aktionspreis sowie die Ersparnis (“Sie sparen X%”) kenntlich gemacht.

“Promotions” bzw. “Werbeaktionen”

Amazon-Verkäufern stehen verschiedene Rabattaktionen zur Verfügung:

  • Preisnachlässe: Der Artikelpreis reduziert sich um einen von Ihnen gewählten Betrag bzw. Prozentsatz. Rabatte können auf ein einzelnes Produkt, auf eine bestimmte Anzahl eines Produkts oder auf bestimmte Kombinationen von Artikeln gewährt werden. Die Aktion wird entweder direkt auf der Produktseite sichtbar gemacht (z.B. für Cross Selling) oder mit Hilfe von generierten Coupons, die über verschiedene Kanäle verteilt werden.
  • Kostenloser Versand: Bei dieser Aktion bieten Sie einen kostenlosen Versand an. Die aufkommenden Kosten werden von Ihnen getragen.
  • 2 für 1: Der Käufer erhält für jedes gekaufte Produkt ein weiteres Gratisprodukt.
  • Giveaway: Zur Erstellung von Gewinnspielen. Die Preise und Konditionen eines Gewinnspiels können individuell festgelegt werden.
  • Social Media Promo Codes: Aktionen mit %-Rabatt. Diese Aktionen erhalten eine eigene Amazon Landing Page, die über Social Media oder andere Kanäle geteilt werden kann.

Die Rabatte können z.B. gezielt an bestimmte Kunden verschickt werden (etwa im Rahmen eines Newsletters) oder direkt auf der Amazon-Produktseite veröffentlicht werden, um für jeden Nutzer sichtbar zu sein (z.B. für Cross Selling). Sofern die Rabatte öffentlich sichtbar sind, werden sie bereits im Suchergebnis beim jeweiligen Produkt kenntlich gemacht (auf Amazon.com ist dies allerdings nicht mehr der Fall, so dass dies in Zukunft auch für Amazon.de wegfallen könnte). Durch die Rabatte lassen sich die Conversion Rate und der Absatz steigern, was sich wiederum positiv auf das Ranking auswirkt. Somit sind Coupons eine weitere Möglichkeit, um Amazon-SEO zu betreiben. Die Aktionen können kostenlos erstellt und verteilt werden. Über den Rabatt hinaus fallen für den Verkäufer somit keine Kosten an.

Gebührenpflichtig

Amazon-Blitzangebote, Prime Day etc.

Die “Amazon-Blitzangebote” sind eine spezielle Form von Rabatt. Bei den Blitzangeboten wird ein zuvor festgelegtes Kontingent eines Artikels in einer kurzen Zeitspanne (4 bis 12 Stunden) zu stark reduzierten Preisen angeboten. Sie sind also eine Art Verstärkung der klassischen Werbeaktionen.

Vorteil der Blitzangebote: die Angebote werden auf der zentralen Angebotsseite von Amazon aufgeführt. Diese separate Seite wird von vielen Kunden direkt angesteuert (insbesondere zu Aktionen wie dem Prime Day), weshalb die Sichtbarkeit der Produkte in den Blitzangeboten für kurze Zeit extrem erhöht ist. Darüber hinaus werden Produkte mit Blitzangebot im Suchergebnis mit einem speziellen Label kenntlich gemacht.

Amazon stellt gewisse Mindestbedingungen an Artikelkontingent und Rabatt, um ein Blitzangebot zu erstellen. Seller können nur Blitzangebote für Produkte erstellen, die von Amazon bereits vorausgewählt bzw. qualifiziert wurden. Vendoren können dagegen die Produkte für Blitzangebote frei aus ihrem Produktkatalog auswählen. Die Nutzung von Blitzangeboten ist gebührenpflichtig.

Auch die Teilnahme an speziellen Amazon-Aktionen wie Prime Day oder Weihnachtsaktionen läuft über Blitzangebote. Vorschläge müssen dazu in einem gewissen Zeitfenster vor der Aktion bei Amazon eingereicht werden. Während spezieller Amazon-Aktionen sind außerdem die Gebühren für die Blitzangebote etwas höher als gewöhnlich.

Coupons

“Coupon”-Aktionen waren lange Zeit für Vendoren vorbehalten. Seit Kurzem können sie auch von Sellern genutzt werden. Ein Coupon wird auf Amazon im Suchergebnis, auf Produktseiten, auf der zentralen Amazon-Angebotsseite, im Einkaufswagen sowie auf speziellen Landing Pages von Amazon angezeigt. Mit dem Coupon kann dem Kunden ein beliebiger absoluter oder prozentualer Rabatt auf eines oder mehrere Produkte gewährt werden.

Die Unterschiede zu anderen Preisnachlässen aus dem Bereich “Promotions” bzw. “Werbeaktionen” sind vor allem die folgenden:

  • Sichtbar auch auf der zentralen Amazon-Angebotsseite sowie auf speziellen Landing Pages von Amazon
  • Spezielles Coupons-Label im Suchergebnis und auf der Produktseite erhöht die Sichtbarkeit
  • Gebührenpflichtig

2.3 Amazon Brand Stores

Vendoren und Seller mit einer bei Amazon registrierten Eigenmarke können einen Marken- bzw. Händlershop auf Amazon erstellen. Der Shop wird mittels eines Baukastensystems zusammengestellt und kann mehrere Ebenen enthalten, um das Sortiment adäquat abzubilden. Über individuelle Bilder und Texte kann die eigene Marke ansprechend präsentiert werden. Der Markenshop verfügt über eine eigene URL und eignet sich somit hervorragend als Landing Page für externen Traffic.

3. Externes Marketing bzw. Off-Amazon-Marketing: Mehr Kunden zu Amazon bringen und zusätzliche Verkäufe generieren

Nach diesem detaillierten Überblick über die Marketing-Maßnahmen, die direkt auf Amazon durchgeführt werden bzw. zum Werbeangebot von Amazon gehören (On-Amazon-Marketingstrategie), werfen wir nun einen Blick auf die Möglichkeiten, mit denen Produkte auf Amazon von außerhalb beworben werden können (Off-Amazon-Marketingstrategie).

Off-Amazon-Maßnahmen sollen Nutzer, die noch nicht auf der Amazon-Webseite sind, direkt oder indirekt zu den eigenen Produktseiten auf Amazon leiten. Das Prinzip ist also relativ einfach: Ein Link auf einer externen Seite führt zum eigenen Produkt auf Amazon. Nutzer werden also von der externen Seite zu Amazon geleitet und kaufen dort dann das Produkt. Als Landing Page bieten sich etwa eine Produktseite, eine Seite mit einer Produktauswahl oder der Amazon Brand Store an.

Im Gegensatz zu Google, wo alleine die Verlinkung schon zu einem bessere Ranking in den Suchergebnissen führt, ist die Verlinkung zu Amazon hauptsächlich erst dann weiterführend, wenn dadurch mehr Käufe generiert werden. Die entscheidende Frage für Verkäufer ist deshalb: Wo kann ich Links zu meinen Produkten platzieren, um darüber zusätzliche Käufer auf meine Amazon-Seite zu leiten? Wir stellen einige Möglichkeiten vor.

3.1 Externe Amazon-Marketingstrategie

“Pay-per-Click”-Werbung

Pay-per-Click-Modelle wie Google Adwords, Facebook-Anzeigen oder Banner sind eine einfache Möglichkeit, externe Links zu platzieren. In den Anzeigen wird der Link zum Produkt auf Amazon platziert. Wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt, gelangt er direkt zum Produkt auf Amazon.

Newsletter / E-Mails

Newsletter sind ebenfalls sehr gut für Off-Amazon-Marketing geeignet. Verkäufer können ihren Kunden regelmäßig neue Produkte über den Newsletter anbieten. Sind diese Produkte mit Amazon verlinkt, können die Empfänger die Produkte komfortabel kaufen. Der Verkäufer generiert somit zusätzlichen Absatz auf Amazon, den er ohne Off-Amazon-Marketing nicht erzielt hätte.

Content Targeting

Eine weitere Möglichkeit ist die Vermarktung von Produkten durch Content. Stellt man etwa bekannten Bloggern, Youtubern oder Instagramern das Produkt zum Testen zur Verfügung, können sie die Testergebnisse für ihre Follower veröffentlichen und das Produkt verlinken. Ebenso kann man sich aktiv in Fachforen einbringen und an Diskussionen in sozialen Netzwerken teilnehmen.

Gutscheinseiten / Coupons

Es gibt die Möglichkeit, einen Amazon-Gutscheincode zu generieren und diesen auf bekannten Gutscheinseiten (z.B. mydealz.de, gutscheinsammler.de, dealdoktor.de) zu veröffentlichen. Nutzer können die Gutscheine auf Amazon einlösen, was zu mehr Verkäufen auf Amazon führt. Dabei ist allerdings auf die Nutzungsbedingungen der Gutscheinseiten zu achten. Manche Seiten untersagen Angebote zu eigenen Produkten.

Social Media

Unternehmensseiten in sozialen Netzwerken können genutzt werden, um die Markenbekanntheit auszubauen, die Kundenbindung zu stärken und auf das Produktangebot auf Amazon aufmerksam zu machen. So kann man z.B. Gewinnspiele auf der Unternehmensseite durchführen oder einfach auf neue Produkte oder aktuelle Amazon-Aktionen hinweisen.

3.2 Eigener Online-Shop oder Amazon-Shop?

Off-Amazon-Werbung wirkt sich auch positiv auf das organische Ranking aus

Viele Händler und Marken stellen sich sicher an dieser Stelle die Frage: Warum sollte ich Traffic zu Amazon schicken, statt zu meinem eigenen Online-Shop? Die Vorteile des eigenen Online-Shops: Man zahlt keine Amazon-Gebühren und behält insgesamt mehr Kontrolle über das Marketing.

Das folgende Argument spricht jedoch dafür, Traffic lieber zu Amazon zu schicken: Amazon bietet im Vergleich zu vielen Online-Shops eine weitaus größere Plattform und Reichweite. Jeder zusätzliche Verkauf durch externen Traffic verbessert das Ranking und die Sichtbarkeit auf Amazon. Kavaj, ein Hersteller für iPhone- und iPad-Hüllen, schätzt, dass für jeden Verkauf, der durch Off-Amazon-Werbung generiert wird, 3-4 weitere Verkäufe On-Amazon entstehen, da sich dadurch das organische Ranking dort verbessert.

Off-Marketing in Kombination mit spezieller Landing Page

Die erfolgreichsten Verkäufer verwenden für ihre Off-Amazon-Marketingstrategie eine spezielle Landing Page. Anstatt von der externen Seite direkt zum Produkt auf Amazon zu verlinken, wird der externe Traffic zunächst auf die Landing Page geleitet. Diese ähnelt typischerweise dem Aufbau eines Online-Shops und stellt die Produkte sehr attraktiv dar.

Im Gegensatz zu einem Online-Shop kann man die Produkte allerdings nicht direkt auf der Seite kaufen. Stattdessen gelangt man beim Klick auf den “Kaufen”-Button direkt zum Produkt auf Amazon, wo man das Produkt schließlich erstehen kann. Die Landing Page ist somit zwischengeschaltet und dient dazu, das Produkt noch attraktiver darzustellen, um die Kaufwahrscheinlichkeit zu steigern.

Die Landing Page bietet sich auch sehr gut zum Aufbau eines Newsletter-Verteilers an, der sich wiederum für weitere Off-Amazon-Werbung einsetzen lässt (siehe oben).

Ein sehr gutes Beispiel für eine erfolgreiche Landing Page: Die Landing-Page von Kavaj.

Mit Amazon Marketing eine Aufwärtsspirale in Gang setzen

Stark vereinfacht lässt sich sagen: Je häufiger sich ein Produkt auf Amazon verkauft, desto besser wird es in den organischen Suchergebnissen platziert. Jede Werbemaßnahme, die – egal ob On-Amazon oder Off-Amazon – erfolgreich den Absatz von einem Produkt auf Amazon erhöht, hat immer den positiven Nebeneffekt, dass sich dadurch auch das Ranking des Produkts verbessert.

So können Sie im Rahmen der Marketingstrategie eine Aufwärtsspirale in Gang setzen: Führen Sie eine neue Marketingmaßnahmen ein und generieren dadurch die ersten Verkäufe. So verbessert sich das Ranking.

Durch das bessere Ranking erhöht sich wiederum der Absatz und Sie verdienen mehr Geld, welches Sie wieder ins Marketing stecken können.

Mit Sellics erfolgreich auf Amazon werben

Sellics hilft Vendoren (Sellics Vendor Edition) und Sellern (Sellics Seller Edition) dabei, maximale Erfolge mit ihrer Amazon-Marketingstrategie zu erzielen:

Amazon-SEO:

  • Keywords: Tools für Keywordrecherche und Keywordoptimierung sowie Rankingtracking
  • Content: Content Check und Empfehlungen für Produkte
  • Rezensionen und Fragen & Antworten: Tracking, Email-Benachrichtigung bei neuen Rezensionen/Fragen & Antworten, Tool zum Rezensionsmanagement, Analytics

Amazon PPC:

  • Alle wichtigen Kennzahlen auf einen Blick: Inklusive Gewinne von PPC-Kampagnen nach Abzug aller Kosten
  • Automatisierung: Zeit sparen durch automatische Optimierung von CPC-Geboten, negativen Keywords, etc.
  • Tracking von Änderungen an PPC-Kampagnen (z.B. Gebotshistorie)
  • Und vieles mehr

 

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