Amazon-Jahresrückblick 2018 - Was passiert 2019? - Sellics

Amazon-Jahresrückblick 2018 — Was passiert 2019?

Amazon-Jahresrückblick 2018 — Was passiert 2019?
By Robin Hanna in Amazon SEO & Ranking Marketing Posted

Ob Seller-Neuling oder erfahrener Amazon-Vendor — Ihr habt die vielen Veränderungen im Jahr 2018 wahrscheinlich bemerkt. Während wir uns auf den Start ins Jahr 2019 vorbereiten, lassen wir Revue passieren: Was sind die wichtigsten Takeaways aus dem letzten Jahr? Welche Überraschungen hatte Amazon auf Lager und wie wirkten sie sich auf Euer Unternehmen aus? Wir denken über 12 turbulente Monate nach — und wagen einen Blick in die Zukunft.

Tip: Schaut mal in unsere umfassende Amazon Marketingstrategie 2018!

Werbung auf Amazon

Amazon baut die Produktpalette und Dienstleistungen für Werbetreibende kontinuierlich aus. Wir gehen davon aus, dass dieser Bereich auch in Zukunft stark wachsen wird.

Die organisatorischen Herausforderungen wachsen mit, daher war es ein guter Schritt von Amazon, sein Portfolio zu straffen und es unter einem leicht zu merkenden Namen umzugestalten: Amazon Advertising.

Obwohl einige Produkte umbenannt wurden (vor allem Headline Search Ads, jetzt Sponsored Brands), hat das Rebranding keinen Einfluss darauf, wie Benutzer mit dem Service interagieren. Der neue Auftritt ermöglicht Raum für Wachstum, und wir freuen uns auf einfallsreiche Werbemöglichkeiten im Jahr 2019.

Eine bedeutende Entwicklung, auf die man im neuen Jahr achten sollte, war eines der ersten Werbeelemente des alten Jahres: Off-Amazon Retargeting im Rahmen von Gesponserte Produkte, auch bekannt als Extended Ad Network, wurde Anfang 2018 in der Beta-Version eingeführt.

Es war seitdem ziemlich ruhig um diese neue Retargeting-Funktion, die CPC-Gebote in automatischen Gesponserte Produkte-Kampagnen verwendet, um Anzeigen auf Webseiten von Drittanbietern zu schalten.

Wir freuen uns deshalb auf die Resultate der Betaphase und einen erweiterten Off-Amazon-Zugang zu Kunden im Jahr 2019.

Auch der neuen Produkt-Targeting-Funktion für Gesponserte Produkte begegnen wir mit Spannung. Die neuen Optionen für manuelle und automatische Gesponserte Produkte-Kampagnen, die Ende 2018 ebenfalls als Beta-Version eingeführt wurden, könnte einen einen entscheidenden Wandel im Bereich Amazon-PPC bewirken.

Wir führen derzeit umfangreiche Tests durch, um zu sehen, ob das direkte Targeting von ASINs Euren Umsatz steigern kann — schaut also regelmäßig vorbei und abonniert unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben!

Inmitten eines so starken Wachstums ist Amazon bestrebt, die Erfahrung von Kunden (und Verkäufern) intuitiv und einfach zu halten. Eine der letzten Veröffentlichungen des Jahres 2018 war die Einführung von Kampagnenportfolios.

Werbetreibende können diese neue Layout-Funktion nutzen, um Gesponserte Produkte und Sponsored Brands-Kampagnen zum Beispiel nach Marke, Kategorie oder Saison zu organisieren.

Werben auf Amazon ist 2018 so viel funktionsreicher und benutzerfreundlicher geworden — wir erwarten, dass sich dieser Trend 2019 fortsetzen wird.

Wir glauben, dass die Veränderungen schnell voranschreiten werden und Werbetreibende bereit sein müssen, schnell zu handeln.

Wahrscheinlich sehen wir neues Targeting in Richtung Kundenverhalten und -standorte, sowie eine verbesserte Zielgruppensegmentierung und individuelle Videowerbung.

Amazon-SEO

Die Einführung von ASIN-Targeting mag in ein Zeitalter der Werbung ohne Keywords eingeläutet haben, aber solange Kunden Suchbegriffe eingeben, wird Euer Angebot nur dann sichtbar sein und gut ranken, wenn Ihr Euch an die SEO-Regeln von Amazon haltet.

Diese Regeln ändern sich von Zeit zu Zeit – es ist weiterhin wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben.

Die erste große Veränderung erfolgte Mitte 2018, als Amazon die Regeln für Backend-Keywords aktualisierte. Ins verschärfte Limit zählen nun auch Sonderzeichen wie Bindestriche, Leerzeichen und Kommas.

Dieses Update war jedoch nur ein Präzedenzfall für ein riesiges A9-Algorithmus-Update im Oktober 2018, das wir durch gründliche Tests entdeckt haben. Unsere Experimente ergaben, dass Keyword-Felder nicht mehr gewichtet werden, und ließen definitive Rückschlüsse auf die Indexierung einer Produktlistung zu.

Für etwas leichtere Kost sorgten jede Menge Smileys und Daumen hoch, die Amazon mit einer Einschränkung zu ausschließlich positiven Rezensions-Feedback einführte. Das Jahr 2019 wird zeigen: Ist das das Ende vom Downvoting?

In der Zwischenzeit findet der Daumen runter ein neues Zuhause bei Amazon Scout, wo Kunden Bilder von Möbeln und anderen Haushaltsgegenständen durchstöbern können. Indem sie die Anzeige als “Top oder Flop” bewerten, schränken sie ihre Auswahl ein — bis genau das Richtige im Korb landet. Vielleicht nicht die dringlichste Angelegenheit, aber wir finden es eine witzige Idee.

Amazon geht offline

2018 war das Jahr, in dem Amazon offline ging. Echte “Real Life”-Ladengeschäfte tauchten in den Ländern der wichtigsten Marktplätzen auf.

Amazon Go, der erste kassenlose Supermarkt überhaupt, wurde im Januar der Öffentlichkeit präsentiert. Seit dieser ersten Enthüllung in Seattle eröffneten sechs weitere Geschäfte, auch in Chicago und San Francisco.

Dem Schauspiel folgten schnell sogenannte Vier-Sterne-Läden in NYC, Colorado und Kalifornien — echte Geschäfte, die nur Lieblingsprodukte mit, man ahnt es, 4+ Sternen anbieten.

Bald darauf probierte Amazon in Europa ein anderes Format aus: Temporäre Popup-Stores.

In London lud Amazon Fashion Kunden aus der belebten Baker Street ein, um durch (Eigenmarken-)Kleidung zu stöbern und an Veranstaltungen wie Beauty-Diskussionen, Yogastunden und Live-Musik teilzunehmen.

In Berlin wollte Amazon sein Wissen über das lokale Flair zeigen — durch die Promotion einer hausgemachten TV-Serie.

Deutschland 86, eine von Prime Video produzierte deutsche Spionageserie, hat einen Schwerpunkt auf wahre Ereignisse während des Kalten Krieges.

Der promotende Popup-Shop war weniger als eine Woche geöffnet, bot aber ein originelles und spannendes Zeitreise-Erlebnis: Echtes Spielzeug, Aufkleber und sogar Lebensmittel von 1986, im Keller gab es Mode, Vinyl und Flipperautomaten.

Natürlich war es nur möglich, in D-Mark zu bezahlen, umtauschbar in einer Wechselstube zum Kurs von 1:1.

Nostalgische Fans des Kinderhörspiels TKKG erhielten eine Live-Show mit Originalbesetzung — kostenlos.

Im Dezember 2018 schmiegte sich Amazon in Berlins geschäftigen Einkaufsparadies Ku’Damm ein. Der kleine Pop-up-Laden inmitten der berühmten Weihnachtsbeleuchtung der Hauptstraße hatte eine Fokus auf — wenig überraschend — den Weihnachtsmann und seine vielen Geschenke.

Während dieser Ausflug in das A/B-Testen der echten Welt viel Spaß machte, wurde Amazon bald wieder ernst und evaluiert nun die besten US-Flughäfen für neue Amazon Go-Standorte, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Ein Amazon Go-Kiosk, in dem man sich schnell einen Schokoriegel schnappen kann, ohne zu warten, ist als nächstes dran: Es existiert bereits in Seattle, wenn auch nur für Amazon-Mitarbeiter — noch.

Laut Bloomberg plant Amazon 3000 weitere kassenlose Geschäfte bis 2021 zu eröffnen.

Und was hat Amazon Online für uns auf Lager? Mehr Amazon Stores, natürlich.

Derzeit sind Branded Stores nicht sehr sichtbar, und man stolpert eher zufällig über sie, aber in 2019 werden wahrscheinlich einige mehr davon sehen.

Was glaubt Ihr, was der Everything Store in Zukunft für uns auf Lager hat? Nur zu, hier gibt’s Platz für ausgefallene Ideen! Schließlich begrüßt Jeff Bezos das Außergewöhnliche. Ein virtueller Spiegel zum Anprobieren von Kleidung vor dem Kauf? Eine Ziege, die Euren Rasen mäht? Carsharing für noch schnellere Prime-Lieferungen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen — wir wünschen Euch ein frohes neues Jahr!

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