Amazon A+ Content: steigert Conversions und reduziert Retouren - Sellics

Amazon A+ Content: steigert Conversions und reduziert Retouren

Amazon A+ Content: steigert Conversions und reduziert Retouren
By Helena Kleine in Amazon SEO & Ranking Marketing Last updated on

Was ist Amazon A+ Content?

Wenn ihr schon seit einer Weile auf Amazon verkauft, ist euch A+ Content wahrscheinlich ein Begriff. Vielleicht kennt ihr ihn auch als Amazon Enhanced Brand Content (wenn ihr Seller seid) oder Amazon Enhanced Marketing Content (wenn ihr Vendoren seid). Der Name ist für Seller und Vendoren zu Amazon A+ Content vereinheitlicht worden und stellt Unternehmen ein Premium Content Feature zur Verfügung, das das Hinzufügen zusätzlicher Bilder und Texte in der Produktbeschreibung von Markenprodukten erlaubt.

  • Wir haben einen praktischen A+ Content Module Guide zusammengestellt, der das Layout und die bestmögliche Nutzung der Amazon A+ Content Templates erklärt.

Voraussetzungen für Amazon A+ Content für Seller und Vendoren 

Um von den Vorteilen der zusätzlichen visuellen Inhalte profitieren zu können, müssen Seller ihre Marke bei Amazon registriert haben. Alternativ haben Teilnehmer eines von Amazons verwalteten Verkaufsprogrammes wie Launchpad oder Amazon Exclusives automatisch Zugang zu A+ Content. 

Berechtigte Verkäufer können Enhanced Brand Content (EBC) oder A+ Content zu jeder ASIN hinzufügen, die sie gemäß des Global Catalog Identifier (GCDI) besitzen. Amazon A+ Content kann sowohl zu übergeordneten als auch zu untergeordneten ASINs hinzugefügt werden.

Achtung: Wenn ihr eure Marke bei der Amazon Brand Registry 1.0 registriert haben, müsst ihr den Vorgang für die Amazon Brand Registry 2.0 wiederholen.

Vendoren hingegen haben es noch einfacher, denn sie qualifizieren sich automatisch für A+ Content. Für eine detaillierte Anleitung zu A+ Content for Vendoren besucht unsere Vendor Academy.

Die Limits von Enhanced Content auf Amazon

Es gibt zwei Szenarien, in denen ihr A+ Content leider nicht für eure Produktlistings nutzen könnt:

  • Ihr könntet Probleme bekommen, wenn Inhalte bereits zuvor von einem anderen Retail Vendor für ein ASIN veröffentlicht wurden. In dem Fall erlaubt es Amazon nicht, weiteren A+ Content hinzuzufügen. 
  • Da die Amazon Brand Registry für Produkte in den Kategorien Media, Video, Digital und Bücher nicht verfügbar ist, steht diesen auch kein Enhanced Brand Content zur Verfügung. 

Besteht ein Unterschied zwischen A+ Content-Spezifikationen für Seller und Vendoren? 

Es gibt nur zwei Unterschiede in den Spezifikationen von A+ Content für Seller und Vendoren. Nach der Änderung des Namens scheinen die einzigen Unterschiede die bereits beschriebenen Zulassungskriterien und der Zugang zum Premium A+ Feature (Video, interaktiver Content) zu sein. Zu diesem haben nur Vendoren Zugriff – und das zu einem recht stolzen Preis.

Ist Enhanced Brand Content auf Amazon indexiert?

Im Gegensatz zur Produktbeschreibung wird A+ Content nicht indexiert (das bedeutet, Amazon crawlt ihn nicht). Allerdings werden die Bilder und Texte von Google indexiert und können somit somit zu einem besseren Ranking bei Suchergebnissen auf Google beitragen. 

A+ Content bietet außerdem einen Vorteil bei Conversions. Eine bessere Conversionrate bringt mehr Verkäufe und mehr Verkäufe führen zu besseren Rankings. 

Was kostet Amazon A+ Content?

Zum aktuellen Stand kostet A+ Content für Seller und Vendoren nichts.

Vendoren können sich für eine Premium Version entscheiden, die interaktive Elemente enthält. Die Version ist nur für Vendoren verfügbar, die von einem Vendor Manager eingeladen wurden. Zudem ist sie mit erheblichen Zusatzkosten verbunden. 

Zwar kostet Amazon A+ Content (erstmal) kein Geld, aber die Erstellung von Bilder und Texten erfordert einen gewissen zeitlichen und monetären Aufwand. Wir kommen später zu einer einfachen Kosten-Nutzen-Analyse, die euch helfen kann herauszufinden, ob der A+ Content seine Mühe wert ist. 

Welche Vorteile hat Amazon A+ Content? 

Laut Amazon hat A+ Content das Potenzial, eure Umsätze um 3-10% zu steigern. Genauer gesagt kann das Hinzufügen von mehr Bildern und Texten folgende Vorteile mit sich bringen:

  • Höhere Conversionrates: Für euren Erfolg auf Amazon sind Conversionrates eine der wichtigsten Metriken. Letztendlich bringen euch Klicks auf eure Listings gar nichts, wenn niemand kauft. Wir haben einen Brand Analytics Trick ausgearbeitet mit dem ihr herausfinden könnt, welche eurer Konkurrenten die besten Konvertierungsraten erzielen und warum. Dabei kann Amazon A+ Content / Enhanced Brand Content eine entscheidende Rolle spielen. Die zusätzlichen Texte und Bilder helfen Kunden dabei, eure Produkte besser zu verstehe. Lernt von eurer Konkurrenz und hängt sie früher oder später ganz ab.
  • Geringere Retouren-Rate: Ein genaueres Verständnis zu euren Produkten bedeutet auch, dass Kunden ihre Kaufentscheidung auf einer besseren Informationsgrundlage treffen können. Somit werden Retouren unwahrscheinlicher. 
  • Bessere Rezensionen: Nach der obigen Logik führen mehr Informationen und bessere Kaufentscheidungen zu zufriedeneren Kunden, die positive Bewertungen hinterlassen.
  • Reduzierte ACoS und besserer ROI aus PPC Kampagnen: Mehr Klicks für eure PPC Anzeigen zu erzielen ist eine Sache, diese auch in Käufe zu verwandeln eine ganz andere. Überzeugender und ansprechender A+ Content hilft bei letzterem und reduziert dadurch die Kosten für jeden einzelnen Verkauf aus Werbeanzeigen. Somit verbessert sich auch der ROI.

Amazon A+ Content hat also Potential. Aber wie schöpft ihr es voll aus? 

So erstellt ihr Amazon A+ Content für mehr Conversions und weniger Retouren (Inklusive Beispielen für A+ Content)

Sehen wir uns einige der möglichen Content Strategien an und werfen wir einen Blick auf Beispiele, die den Best-Practices folgen. 

1. Stellt das USP (einzigartiges Leistungsversprechen) eurer Produkte vor

In jeder Art von Content Marketing geht es darum, die Vorteile des Produktes in den Vordergrund zu rücken und Kunden zu erklären, welche Probleme, welchen Nutzen und welche Bedürfnisse das Produkt adressiert. Die zusätzlichen visuellen Eindrücke durch Texte und Bilder machen A+ Content zum idealen Weg, die USPs noch besser hervorzuheben. 

Das untenstehende Beispiel zeigt deutlich, wie Amazon A+ Content dabei hilft, die Merkmale und Vorteile eines Produktes hervorzuheben. Durch das Zusammenspiel aus Texten und Bildern schafft es der Seller, die sieben USPs klar darzustellen. 

Ein Beispiel für A+ Content in dem die Vorteile eines Staubsaugers (seine USPs) dargestellt werden

2. Stellt entscheidungsrelevante Produktdetails dar

Besonders bei größeren Anschaffungen wollen Kunden ihre Kaufentscheidung aufgrund von möglichst umfangreichen Informationen treffen. Möglichst viele relevante Informationen darzustellen hilft dabei (a) die Kaufentscheidung zu beschleunigen, da Kunden sehen können, dass euer Produkt genau das ist, wonach sie gesucht haben und (b) realistische Erwartungen zu setzen, was euer Produkt kann und was nicht.

Ein super Beispiel dafür ist UTO mit einem veganen Portmonnaie. Wer kauft schon ein Portemonnaie, ohne zu verstehen, wie die Fächer im Inneren aufgeteilt sind? Zudem wird über den A+ Content beschrieben, woher das vegane Leder stammt, wie groß das Portemonnaie ist und wie es vor Datendiebstahl schützt!

Amazon A+ Content Beispiel Portmonnaie von UTO Teil 1
Amazon A+ Content Beispiel Portmonnaie von UTO Teil 2

3. Reduziert Komplexität und macht eure Inhalte leichter verständlich

Dies ist besonders relevant für Produkte, die mehrere Funktionen und Merkmale kombinieren und eine Vielzahl von Anforderungen auf einmal erfüllen können. Videos, Bilder sowie präzise Texte können den Kunden helfen, die Verwendung der Produkte wirklich zu verstehen.

4. Beantwortet häufig gestellte Fragen (FAQs) eurer Kunden 

Eine gute Möglichkeit für verbesserte Markeninhalte besteht darin, den Frage-, Bewertungs- und Kommentarbereich des Produktlistings durchzugehen. A+ Content ist eine großartige Möglichkeit, gängige Fragen visuell und ansprechend zu beantworten und euren Kunden das Gefühl zu geben, dass ihr deren Anliegen verstanden habt, bevor sie sie überhaupt äußern konnten! Erinnert ihr euch an das Portemonnaie-Beispiel? Eine häufige Frage hätte zum Beispiel sein können: “Woher gewinnt ihr veganes Leder?”. Diese wird durch den A+ Content proaktiv beantwortet. 

5. Hebt euch von der Konkurrenz ab 

Amazon ist ein enorm kompetitiver Markt. Es wird immer schwieriger, Produkte mit einer akzeptablen Gewinnmarge anzubieten und Nischen zu finden, die nicht schon von zahllosen anderen Unternehmen besetzt werden. Content Marketing kann dabei helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben – und A+ Content ist hier so ziemlich eure einzige Option. Desweiteren kann die Nutzung von Enhanced Brand Content dabei helfen, von den Werbeanzeigen unter euren Produkten abzulenken und somit sicherzustellen, dass Kunden nicht auf Konkurrenzprodukten landen.

Tipp: Das Comparison Chart Modul ist hier besonders nützlich. Falls das angezeigte Produktlisting nicht ganz dem entspricht, was der Kunde gesucht hat, können über dieses Modul alternative Produkte der eigenen Marke angezeigt werden, damit Kunden sich nicht bei anderen Sellern umsehen. 

Lasst uns Produkte mit und ohne A+ Content vergleichen. Unten seht ihr einen stark raus-gezoomten Screenshot des Produktlistings für einen Trekkingrucksack. Ja, es gibt einige gesponserte Produkte unter dem Produktlisting, aber die Rucksäcke in verschiedenen Farben und die Berglandschaft halten den Nutzer zum weiterscrollen an. 

Produktlisting eines Rucksacks mit A+ Content

Weiter unten stellt der Verkäufer zudem einen Vergleich seiner Produkte zur Verfügung, damit potentielle Kunden das für ihre Bedürfnisse am besten geeignete Produkt auswählen können. Es gibt keinen Vergleich mit den Produkten anderer Verkäufer.

Produktlisting mit A+ Content Widget zum Produktvergleich mit anderen eigenen Produkten

Das funktioniert leider nicht immer ganz reibungslos. Selbst wenn ihr einen Produktvergleich mit euren eigenen Produkten anbietet, kann Amazon einen Produktvergleich mit Konkurrenzprodukten hinzufügen. Um dorthin zu gelangen, müsste der Kunde aber noch weiter nach unten scrollen. 

Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei einem Blick auf ein Rucksack-Produktlisting ohne A+ Content. Der Screenshot unten zeigt, wie die Aufmerksamkeit der Kunden zwischen all den anderen Optionen zerstreut wird. Kein A+ Content stiehlt den mehreren Reihen von gesponserten Produkten die Show. 

Produktlisting eines Rucksacks ohne A+ Content

Wenn man weiter nach unten scrollt, kommt sogar noch ein Produktvergleich von Amazon, der das Produkt denen anderer Seller gegenübergestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden auf eine andere Marke aufmerksam werden und dort einkaufen, steigt gewaltig. 

Vergleichswidget von Amazon mit anderen Produkten

6. Erzählt die Geschichte eurer Marke

Obwohl der Preis ein starker Faktor bei Kaufentscheidungen ist, kann eine ansprechende und fesselnde Markengeschichte die Kaufentscheidung zu euren Gunsten beeinflussen. Eure Marke besteht vielleicht schon einige hundert Jahre und steht jeher für Qualität, oder ihr unterstützt benachteiligte Gemeinschaften – dann wollt ihr euren Kunden davon erzählen! Eine gute Markenstory sichert die Produktqualität und unterstreicht die Werte hinter eurer Marke. Den Kunden Hintergründe zur Markengeschichte zu offenbaren ist besonders wichtig, wenn eure Produkte vergleichsweise teuer sind. 

Die niederländische Marke Rituals verkauft verschiedene Lotionen, Shampoos und Cremes zu vergleichsweise gehobenen Preisen. Im A+ Content auf Amazon stellt die Marke durch enorm ansprechende Bilder und Texte ihre Verbindung zur jahrtausendealten Kunst des Ayurveda in der “The Ritual of Ayurveda”-Linie dar. So wird der Qualitätseindruck beim Kunden angehoben, was zu mehr Verkäufen trotz höherer Preise führt. 

Farblich sehr gut abgestimmter A+ Content von Rituals

7. Steigerung der Kundenbindung

Auch wenn Online-Shopping zu einem ganz selbstverständlichen Bestandteil des modernen Lebens geworden ist, fehlt ihm doch die direkte, physische Interaktion zwischen Kunde und Produkt. Stellt euch vor, ihr kauft einen neuen Kühlschrank online – es gibt keine Möglichkeit, die Tür tatsächlich zu öffnen, alle Schubladen herauszuziehen, den Gefrierschrank zu überprüfen und abzuschätzen, ob eure Tupperware hineinpasst (alles Dinge, die sich im Geschäft ganz einfach klären ließen). Bilder und Videos können den Kunden so nah wie digital nur möglich an das Produkt heranführt. Die visuelle Darstellung von A+ Content schafft eine Verbindung, die über die Möglichkeiten der einschränkenden Produktbeschreibung und der limitierten Anzahl an Bildern im Produktlisting hinausgeht. 

Wann sollte ich EBC zu meinem Produktlisting hinzufügen?

Da A+ Content kostenlos verfügbar ist, könnt ihr ihn theoretisch zu all euren qualifizierten Produktlistings hinzuzufügen. Beachtet dabei, dass das Aufnehmen und Bearbeiten der Bilder, das Schreiben der Texte und das Gestalten des Layouts wertvolle Zeit und Geld kosten. Um bei der Investition in A+ Content strategisch vorzugehen, beginnt am besten mit Produkten, die eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Ein Premium-Preis und eine große Marge (guter Return on Investment – ROI)
  • Ein einzigartiges Produkt oder neues/komplexes Produkt, das einer gründlichen Erläuterung und Veranschaulichung bedarf.
  • Das Produkt ist einer eurer Best-Seller
  • Viele der Wettbewerbsprodukte verfügen schon über A+ Content
  • Amazon verwendet ein Produktvergleichs-Widget auf eurer Produktseite, das den Traffic weglenkt

Tipp: A+ Content ist kein “Quick Fix” für ein Produkt, das sich nicht gut verkauft. Im Gegenteil. A+ Content ist eher ein Beschleuniger für ein Produkt, das bereits eine starke Performance zeigt. Wir empfehlen daher die 80/20-Regel – beginnt mit dem Hinzufügen von Enhanced Brand Content zu den 20% eurer Produkte, die 80% eurer Gewinne erzielen. Die gesteigerte Conversionrate wird zur besten monetäre Rendite führen.

Wie designt ihr A+ Content richtig?

Das zentrale Ziel des Enhanced Content ist die Steigerung der Konvertierungen. Das Hinzufügen von ein paar Bildern und Sätzen reicht nicht aus, denn die Inhalte sollten stimmig, überzeugend und ansprechend sein. Hier sind ein paar Tipps und Tricks zu Design-Best-Practices: 

  • Repliziert das “Look and Feel” einer Landing Page. Um sich A+ Content besser vorstellen zu können, führt man sich am besten eine Landing Page vor Augen. Sie überzeugt eure Kunden vom Produkt und verfolgt somit ein klares Ziel, genauso wie A+ Content: den Klick auf den “Kaufen”-Button. 
  • Plant euren Content wie eine Geschichte. Was sollten eure Kunden zuerst sehen? Was danach? Wie könnt ihr den Eindruck durch eine positive Botschaft abrunden? Erzählt mit eurem Content eine Geschichte und achtet darauf, dass der Schreibstil zu den Bildern passt.
  • Konzentriert euch aufs Wesentliche. Einfach beliebige Fotos und Texte aneinanderzureihen, die keinen zusätzlichen Mehrwert bieten, wird euch nicht weiterbringen. Jeder Abschnitt des EBC sollte sich auf einen bestimmten Punkt konzentrieren, den ihr vermitteln wollt – höchstwahrscheinlich die Eigenschaften eures Produkts und welchen spezifischen Nutzen es für die Kunden schafft. Klare und prägnante Inhalte, die leicht zu lesen und zu verdauen sind, sollten im Mittelpunkt eures A+ Abschnitts stehen.
  • Haltet euch an eure Markenrichtlinien (Brand Guidelines). Das Branding bei Amazon ist an sich stark begrenzt. A+ Content ist der einzige Ort, an dem ihr wirklich alles geben könnt. Wichtig ist dabei, dass eure Schriften und Farben mit eurer Marke übereinstimmen, um einen klaren Wiedererkennungswert zu schaffen.

Wie lade ich meinen A+ Content hoch? (Inklusive Amazon A+ Content Templates zum Runterladen)

Das Hochladen von A+ Content in eure Produktlistings ist ganz einfach: Sucht einfach den Bereich A+ Content in der Registerkarte “Werbung” (Seller) oder “Merchandising” (Vendoren) und folgt den Anweisungen. Plant die Inhalte vorab, um beim Upload das notwendige Bilde- und Textmaterial zur Hand haben.

Es gibt einige verschiedene Module in Seller Central, die ihr mischen und euren Wünschen anpassen könnt. Seht euch die Templates unten an und entscheidet euch für die Aufteilung, die am besten zu eurer Marke passt. 

Mögliche Module für die Zusammenstellung von Amazon A+ Content
  • Wir haben einen praktischen A+ Content Module Guide zusammengestellt, der das Layout und die bestmögliche Nutzung der Amazon A+ Content Templates erklärt.

Einige weitere nützliche Fakten für einen reibungslosen und effektiven Upload:

  • Optimierung für mobile Endgeräte. Ihr müsst euch keine Sorgen um die Anpassung eurer Inhalte für mobile Geräte machen – Amazon passt die Größe der Bilder und Texte automatisch an. Leider müssen Kunden zunächst das Beschreibungsfenster erweitern , um den A+ Content auf dem Handy anzuzeigen.
  • Anpassung der Bildgröße. Ihr solltet sicherstellen, dass eure Bilder den Größenanforderungen von Amazon entsprechen. Amazon reduziert zwar die Größe von zu großen Bildern, zu kleine Bilder werden allerdings nicht vergrößert. Nutzt die Option für Bildausschnitt und Skalierung im Content Creator, um sicherzustellen, dass die Fotos gut aussehen. Allgemeine Richtlinien zur Bildgröße findet ihr in der folgenden Tabelle:
MODUL Anforderung an die Bildgröße TEXTPLATZIERUNGEN
Markenlogo 1 Bild: 600 x 180 Pixel
Produktbeschreibung 1
Feature 1 4 Bilder (Zeile) – 220 x 220 Pixel pro Bild 4
Feature 2 3 Bilder (Zeile) – 300 x 300 Pixel pro Bild 3
Feature 3 4 Bilder (Raster) – 135 x 135 Pixel pro Bild 3
Überschrift 4 1 Bild (links) – 300 x 300 Pixel 1 (rechts)
Überschrift 5 1 Bild (rechts) – 300 x 300 Pixel 1 (links)
Überschrift 6 1 Bild – 970 x 300 Pixel 1
Kopfzeilenbild 1 Bild – 970 x 600 Pixel
Vergleichstabelle 5 Bilder – 150 x 300 Pixel 2
Einzelbild und Seitenleiste 2 Bilder – Hauptbild (300 x 400 Pixel), Seitenleiste (350 x 175 Pixel) 6
Vier Bildhighlights 4 Bilder – 300 x 300 Pixel 4
Einzelbild und Detailbeschreibung 1 Bild – 300 x 300 Pixel 2
Einzelbild und Highlights 1 Bild – 300 x 300 Pixel 2
Bild und Overlay mit hellem Text 1 Bild– 970 x 300 Pixel 1
  • Bild Alt-Texte. Bei jedem Bildupload verlangt Amazon von euch Bild-Keywords, d.h. einen Alt-Text zum Bild. Dies kann ein einfacher Satz sein, der beschreibt, was das Bild zeigt.
  • Eingabesprache. Der Content Creator für A+ ist super leicht zu bedienen – ihr könnt verschiedene Moduloptionen für Bild und Text per Drag & Drop auswählen und eure Inhalte dort einpflegen. Kein HTML erforderlich (oder möglich).
  • Manchmal ist weniger mehr. Wenn ihr nicht alle verfügbaren Flächen in einem Modul ausfüllen könnt, ist das gar kein Problem. Amazon formatiert die Vorlage automatisch neu, um den Leerraum zu füllen und ein stimmiges Bild entstehen zu lassen.
  • Bulk-Upload. Sobald ihr A+ Content für ein Produkt erstellt habt und er vom Amazon-Team genehmigt wurde, könnt ihr ihn für mehrere ASINs gleichzeitig verwenden. Für ähnliche Produkte könnt ihr auch eure vorhandene A+ Vorlage duplizieren und Änderungen vornehmen, um nicht bei null anfangen zu müssen. Dies ist besonders für übergeordnete und untergeordnete ASINs nützlich, die nur in Farbe, Größe oder anderen Grundfunktionen variieren.
  • Sprache. Ihr könnt verschiedene Varianten für unterschiedliche Sprachen innerhalb eines Marktplatz erstellen, wenn ihr z.B. spanische Inhalte in Produktlistings in den USA anbieten möchtet. Es ist jedoch nicht möglich, Inhalte über Marktplätze hinweg zu kopieren.
  • Wartezeiten bei der Einreichung. Die maximale Wartezeit für die Genehmigung/Ablehnung beträgt sieben Tage, aber die meisten Accounts bekommen innerhalb von zwei Werktagen eine Rückmeldung. Wenn Amazon Verstöße oder Ablehnungsgründe (siehe unten) feststellt, seid ihr verpflichtet, Anpassungen vorzunehmen und eure Inhalte erneut einzureichen. Insgesamt könnt ihr maximal 20 A+ Content-Anfragen gleichzeitig ausstehen haben.

Welche Inhalte lassen die A+ Content Guidelines nicht zu?

Amazon stellt Guidelines zur Verfügung, die festlegen, welche Elemente zu Verletzungen und Ablehnungsgründe führen, wenn sie im A+ Content erscheinen:

  • Referenzierung eures Unternehmens als Seller oder Vendor oder die Bereitstellung von Kontaktinformationen des Unternehmens
  • Erwähnung von Wettbewerbsprodukten oder Autorisierung als Seller
  • Preise und Werbeinformationen
  • Detailinformationen zum Versand
  • Einfügen von Urheberrechten, Markenzeichen oder eingetragenen Symbolen
  • Überhebliche Kommentare
  • Temporäre Informationen
  • Kundenrezensionen von Amazon oder anderen Webseiten
  • Redaktionelle oder Zitate aus externen Quellen (Zeitschriften, Fernsehsendungen, etc.)
  • Verschwommene und qualitativ minderwertige Bilder
  • Lifestyle-Bilder, die das Produkt nicht zeigen (mit Ausnahme von Brand Story-Fotos)
  • Zu viele Duplikate der Produktbilder aus dem Hauptbildblock
  • Gewährleistungen oder Garantien
  • Versuche, Amazon-Logos nachzuahmen
  • Logos anderer Organisationen
  • Links zu externen Webseiten oder (verbale) Redirects zu anderen Seiten (innerhalb oder außerhalb Amazons)
  • Schwere Grammatik- oder Satzzeichenfehler, Rechtschreibfehler, Zeichenketten mit Groß-/Kleinschreibung
  • Missbräuchliche Bilder
  • Kriminelle Aktivitäten
  • Verstöße gegen die Kategorie-Anforderungen oder Verkaufsrichtlinien und Verhaltenskodex für Verkäufer auf Amazon
  • Inhalte, die in anderen Sprachen als der Sprache des lokalen Marktplatzes verfasst sind
  • Produktinhalte für Erwachsene
  • Subjektive Aussagen
  • Nicht bestätigte Angaben, z.B. Sicherheitsangaben, Energiesparangaben
  • Bilder, die Wasserzeichen oder unlesbaren Text enthalten – die Schriftgröße muss größer als 16 sein

Woher weiß ich, ob mein Amazon Enhanced Content funktioniert?

Nachdem ihr euren Amazon A+ Content zum Produktlisting hinzugefügt habt gilt es, die Conversionrate im Auge zu behalten. Sie ist ein guter Indikator für den Erfolg der zusätzlichen Inhalte.

Erfahrene Seller beschreiben den Prozess als sehr iterativ. Es kann z.B. vorkommen, dass die Konvertierungsrate sinkt, sobald euer A+ Content live geht. Dies ist wichtig zu wissen, da es ein starker Indikator dafür ist, dass die Inhalte nicht auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten sind. Nach einigen Anpassungen verzeichnen die meisten Seller jedoch positive Erfahrungen.

Neues Amazon Feature: ‘Manage Your Experiments’ – findet heraus, welcher A+ Content die besten Ergebnisse für eure Marke und Produkte erzielt. 

Amazon hat kürzlich ein neues Feature veröffentlicht, das es Sellern und Vendoren ermöglicht, ihre A+ Inhalte zu testen. Durch die Durchführung von Experimenten könnt ihr euch eine Sammlung an Best Practices aufbauen und wirklich verstehen, welche Art von Text und Bildern eure Zielgruppe ansprechen.

Wie funktionieren Amazon A+ Content Experimente?

Amazon teilt die Besucher eures Produktlistings in einem kontrollierten Experiment in zwei Gruppen auf, wobei jede Gruppe eine Version eurer A+ Inhalte sieht. Dabei stellt Amazon sicher, dass die angezeigten Inhalte sich über die Zeit hinweg und auf unterschiedlichen Geräten eines Nutzers nicht unterscheiden. Egal, wann sich ein Kunde einloggt oder welches Endgerät er nutzt, er wird immer die gleiche Version eures A+ Contents sehen.

Wer kann das neue A+ Experimente-Feature nutzen? 

Das neue Feature ist für jeden Seller und Vendor verfügbar. Um mit dem Experimentieren zu beginnen, müsst ihr eine ASIN auswählen, die bereits mit Amazon A+ Content ausgestattet ist und als hochfrequentiert gilt (etwa mehrere Dutzend Stückzahlen pro Woche). Alle zugelassenen ASINs werden in eurem A+ Manager zur Auswahl angezeigt.

Was solltet ihr mit A+ Content Experimenten testen?

Mit der neuen A+ Experiment Funktion könnt ihr praktisch alles in Bezug auf eure A+ Inhalt testen: Bilder, Text, Struktur, Sprache, Inhalt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es effektiver ist, einen Gegenstand nach dem anderen zu testen. Andernfalls könnt ihr nie sicher sein, warum sich die Conversion Rate zwischen den beiden Versionen eurer Inhalte unterscheidet.

Ein paar Ideen für die ersten Experimente: 

  • Die Struktur eures A+ Contents, das Mischen von Bildern und Texten für einen besseren Gesamteindruck
  • Hinzufügen neuer Module zu eurem A+ Content, wie z. B. Vergleichstabellen
  • Die Verwendung verschiedener Bilder – Lifestyle-Bilder könnten zum Beispiel ein spannendes Experiment darstellen
  • Ändert den Tonfall eures Textes je nachdem, wer eurer Meinung nach die Zielgruppe ist.

Wie lange solltet ihr A+ Content Experimente laufen lassen?

Ihr könnt eine beliebige Dauer zwischen 4 und 10 Wochen wählen, die Dauer jederzeit ändern und das Experiment vorzeitig abbrechen. Wir empfehlen jedoch immer, das Experiment so lange wie möglich laufen zu lassen, um zuverlässige Daten zu erhalten. Brecht das Experiment vor allen Dingen nicht vorschnell ab, wenn es so aussieht, als gäbe es direkt einen klaren Gewinner. 

Wie kann ich den Erfolg meines A+ Content Experiments messen?

Während der Dauer des Experiments sammelt Amazon Informationen über die prozentuale Veränderung der verkauften Einheiten nach der Variation des Inhalts. Wenn die Veränderung der verkauften Einheiten positiv ist, funktioniert Version B gut, wenn sie negativ ist, ist Version A der Gewinner. So erhaltet ihr einen klaren Hinweis darauf, welche Inhaltsversion mehr Umsatz generiert. Das sieht dann ungefähr so aus:

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Darüber hinaus bietet euch Amazon die prognostizierten Effekte nach einem Jahr der besseren A+ Content-Version, aufgeteilt in drei Szenarien. Daraus geht die prognostizierte Menge an inkrementellen Einheiten und den Umsatz im besten, wahrscheinlichsten und schlechtesten Fall hervor. Ihr könnt die Daten dann bei Bedarf als Excel-Tabelle exportieren. 

Wie richte ich Amazon A+ Content Experimente ein?

Ihr findet die neue Amazon A+ Content Experimente-Funktion in eurem A+ Content Manager auf Seller/Vendor Central. Das Dashboard von “Manage Your Experiments” sieht so aus:

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So legt ihr los:

1. Entscheidet euch, was ihr testen möchtet – stellt zunächst eine Hypothese über ein Inhaltsmerkmal auf, das unter Umständen besser funktionieren könnte, wie z.B. verschiedene Bilder, eine neue Überschrift oder eine andere Struktur. Sobald ihr wisst, was ihr testen möchtet, klickt auf die Schaltfläche “Create a new Experiment”. Die Liste der zulässigen ASINs wird für eure Auswahl angezeigt.

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2. Richtet das Experiment in 2 Minuten ein. Auf der linken Seite erscheint ein Workflow, der euch durch die verschiedenen Schritte führt, um euer Experiment auf den Weg zu bringen.

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3. Erstellt zwei Versionen der Hypothese – Ihr könnt nun eine alternative Version (B) eures A+ Inhalts unter ‘Manage your Experiments’ hinzufügen. Der einfachste Weg ist, einfach den bereits vorhandenen A+ Content zu kopieren und die Änderungen vorzunehmen, die ihr euch für den Test ausgesucht habt. 

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4. Startet das Experiment – Euer neuer Amazon A+ Content muss genehmigt werden, was bis zu 7 Tage dauern kann. Sobald das erledigt ist, könnt ihr das Experiment starten und es für ein paar Wochen/Monate laufen lassen.

5. Wertet eure Ergebnisse aus– verfolgt die Auswirkungen der beiden Versionen auf die verkauften Einheiten und nutzt danach die Inhalte, die besser funktionieren.

6. Testet weiter – Ihr solltet eure A+ Inhalte kontinuierlich verbessern, um den besten Inhalt für eure Zielgruppe zu finden.

Wir empfehlen, den A+ Content für Produktlistings, die ihr über PPC-Kampagnen bewerbt, kontinuierlich zu verbessern. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden euer Produkt nach dem Anklicken der Anzeige tatsächlich kaufen (auch bekannt als steigende Konvertierungsrate) und trägt so dazu bei, eure ACoS zu senken und euren ROI zu erhöhen.

  • Wir haben einen praktischen A+ Content Module Guide zusammengestellt, der das Layout und die bestmögliche Nutzung der Amazon A+ Content Templates erklärt.

Messt und verfolgt die PPC-Conversionrate mit dem Sellics PPC Manager

Amazon A+ Content kann ein großartiges Werkzeug sein auf dem Weg zum maximalen Erfolg eurer PPC-Kampagnen. Während Gebotsanpassungen und SEO für Produktlistings sicherstellen, dass eure Anzeige oberhalb der richtigen Suchergebnisse erscheint, kann A+ Content helfen, eure Konvertierungsraten anzuheben, sobald ein Kunde auf eure Anzeige geklickt hat.

Mit dem Sellics PPC Manager for Seller und dem Sellics AMS-Tool für Vendoren könnt ihr die Konvertierungsrate jedes Produkts, das ihr mit PPC bewerbt, genau im Auge behalten. Stellt so sicher, dass euer A+ Content die vorgesehene Wirkung hat und Umsatz und Ertrag zu steigert.

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